Sign up to our
newsletter and
get free shipping
on your first order!

UNSUBSCRIBE
Blog
von Laura Minet | 13. Januar 2020

Kunst & Kaffee.

Die Kunst des Kaffees besteht nicht nur darin, den perfekten Kaffee zu kreieren, sondern ihn auch perfekt zu servieren. Während früher Herzen, Blumen oder hübsche Muster auf dem Kaffee-Service gereicht haben, sind diese Verzierungen nun auf dem Kaffee selbst zu sehen. Wie das geht und wie Sie zum Latte Art-Meister werden, erfahren Sie hier:

Was braucht man für Latte Art?

  • Eine Milchkanne mit spitzer Ausgussnase
  • Perfekt aufgeschäumten homogenen Milchschaum
  • Unfassbar viel Übung, Zeit und Geduld

DAS HERZ

Dem Herz wird nachgesagt, der Einsteiger der Latte Art zu sein und gilt als einfachste Form der Latte Art. Um ein Herz in den Milchschaum zu gießen, sollte die Milchkanne mit spitzer Ausgussnase möglichst am Tassenrand abgestützt und der Milchschaum gleichmäßig auf einem Punkt etwas versetzt zur Mitte des Espressos gegossen werden. Die Milch wird dann zunächst unter die Crema fließen, um im Anschluss zurück an die Oberfläche zu kommen. Sobald die Milch die Oberfläche durchbricht, kann mit der restlichen Milch das Herz gezeichnet werden, indem man den Milchstrahl einmal durch den Punkt von oben nach unten zieht und dann die Kanne zurückstellt. Die Kunst dabei ist den richtigen Zeitpunkt, die Geschwindigkeit und Winkel zu finden, wann sich die Milch unter- bzw. oberhalb der Crema bewegt.

DAS BLATT

Ein sogenanntes Blatt-Motiv erhält man, indem man den Milchschaum versetzt zu dem Mittelpunkt der Tasse mit Espresso an einer Stelle von links nach rechts schwenkend hin zum Tassenrand eingießt. So ergibt sich ein Zick-Zack Muster entlang der Tasse. Sobald diese Zick-Zack Bewegung am Rand der Tasse angekommen ist, vollendet man das Blatt mit einem Abschlussschwung, senkrecht zur Schwenkbewegung. So erzeugt man den „Stiel“ des Blattes. Auch hier liegt die Schwierigkeit in der Wahl des richtigen Einguss-Winkels. Je steiler dieser, desto mehr weiß wird an der Tassenoberfläche sichtbar.

DIE TULPE

Die Form der Tulpe stellt die größte Herausforderung dar. Denn um dieses Motiv zu gießen, muss die Milchkanne mehrmals abgesetzt werden, was viel Geschick erfordert. Als erstes wird die Milch so eingegossen, dass sie nur unterhalb der Crema einläuft und nicht an der Oberfläche sichtbar ist. Dies macht man bis die Tasse zur Hälfte gefüllt ist. Dann setzt man den ersten Punkt etwas unterhalb der Mitte so an, dass der Milchschaum die Crema durchbricht. Darauf folgt ein zweiter, dritter, vierter und eventuell fünfter Punkt entlang einer Reihe. Die Anzahl liegt klassischerweise bei drei, ist aber beliebig erweiterbar. Wichtig ist, dass der letzte Punkt als Herz gegossen wird und der Rückwärtsschwung durch die gesamte Linie an Punkten gezogen wird.